TV Gelnhausen geht gut vorbereitet in Saison / Respekt vor Bundesliga

GELNHAUSEN (eis). Der heutige Samstag ist ein historischer Tag für die Handballabteilung des TV Gelnhausen: Erstmals in der Vereinsgeschichte geht eine A-Jugend in der Bundesliga an den Start. Zum Auftakt empfängt die Mannschaft von den selbst erfolgreichen Handballern Philip Deinet und Peter Jambor zum Hessenderby in der Großsporthalle Gelnhausen den Rivalen des TV Hüttenberg (16 Uhr).
Mit der Vorbereitung sind die beiden Trainer zufrieden. „Die Vorbereitung lief gut. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass wir bei fünf bis sechs Einheiten und dazu noch Spielen eine hohe Trainingsbeteiligung hatten“, freut sich Deinet über den Fleiß der Nachwuchshandballer. Wie das in den Jugendklassen nun einmal ist, hat sich die Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison verändert. Acht Spieler des Jahrgangs 1997 dürfen keine Jugend mehr spielen und sind in die Aktivenmannschaften des TV Gelnhausen gewechselt. Dafür sind mit Marcel Mocken, Christoph Sauer, Jonathan Malolepszy, Julius Klein, Julius Lochmann, Pascal Bube und Philipp Schenk sieben Akteure des Jahrgangs 1999 aus der B-Jugend raus gekommen und spielen nun in der A-Jugend. Außerdem haben sich mit Martin Habenicht (Baunatal) und Mika Wiltheiß (Bruchköbel) zwei neue Akteure dem Verein angeschlossen. Der Baunataler Martin Habenicht wurde mittlerweile von den Rot-Weißen in einer Wohnung in Gelnhausen untergebracht, so dass er nicht mehr pendeln muss und dadurch an mehr Einheiten teilnehmen kann.
Die Integration der jungen Spieler verlief problemlos, denn immerhin haben diese schon in der vergangenen Saison in der A-Jugend, damals in der Oberliga, ausgeholfen. Sowieso ein Konzept des TVG in der Jugendarbeit, die Übergänge zwischen den Altersklassen werden aufgelöst, denn die Spielsysteme bauen aufeinander auf. „Vom Spielsystem her war es also ein fließender Übergang. Wir haben uns von daher im Training darauf konzentriert, das Zusammenspiel zu verbessern“, so Deinet. Die Technik wurde dabei aber nicht vernachlässigt, immerhin agieren die Mannschaften der A-Jugend-Bundesliga auf einem hohen Niveau. Das gilt auch für die allgemeine Fitness, weshalb die Gelnhäuser auch im körperlichen und athletischen Bereich ordentlich ranklotzen mussten. „ln der A-Jugend-Bundesliga herrscht eine andere Professionalität. Die Mannschaften sind auch durch Videoanalysen besser vorbereitet“, stellen sich die Barbarossastädter auf eine harte Saison ein.
Außerdem spielen die Gelnhäuser nun mit dem Haftmittel Harz, was einige Akteure bereits aus der Hessenauswahl kennen. „Wir haben uns gut daran gewöhnt“, sagt Deinet, macht aber an anderer Stelle auf das Thema aufmerksam: „Einige der Jungs werden zusätzlich im Aktivenbereich beim Juniorenteam in der Landesliga spielen. Da wird ohne Harz gespielt und auch damit müssen die Jungs lernen, umzugehen.“
Auf der Trainerbank gibt es in dieser Saison, die durch die langen Auswärtsfahrten zeitaufwendiger wird, eine kleine Veränderung. Das Trainer-Duo Jambor/Deinet coacht die Mannschaft schon seit 2005, war bisher aber immer selbst in der 1. Männermannschaft tätig. In dieser Saison trifft das „nur“ noch auf Deinet zu, denn Jarnbor hat seine aktive Karriere beendet und demnach in dieser Spielzeit keine Doppelbelastung. Zudem können sich die beiden ebenfalls seit elf Jahren auf Betreuerin Corinna Müller verlassen, die als gute Seele und helfende Hand ebenfalls ein wichtiges Mitglied des Trainerstabs ist.

Bild: Einen Dank schickt die A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft des TVG an Hans-Peter Geist (vordere Reihe, 4. v. li.), Besitzer des FITNESSlife, der die Truppe tatkräftig unterstützt. Foto: Müller/TV Gelnhausen

Gelnhäuser Tageblatt, 10.09.2016